Meditationspause

Meditationspause

Aus dem Alltag eines Berliner Kadampa-Buddhisten

Kadampa Frühlings-Festival 2012

Hallo Welt, bin seit vorgestern vom Frühlingsfestival aus Eng(el)land zurück. Es war mal wieder wunderbar. Die Batterien sind voll aufgeladen.

Alltag, ich komme! :-)

Grüne Tara

Zur freundlichen Erinnerung für alle, gibt es ein sehr schönes Festival-Tagebuch mit Zusammenfassungen und vielen Videos und Fotos:

http://kadampafestivals.org/spring-2012

Die Fotos kann man sich hier bequem als Galerie anschauen:

http://gallery.kadampa.org/International-Festivals/2012

Wohlfühlen

Kristin hat auf Ihrem Blog einen sehr schönen Artikel über das Wohlfühlen bei sich “zu hause auf Arbeit” geschrieben: Wohlfühlen auch ohne Wohlfühl-Managerin

Spontan fiel mir dazu ein, dass ich jetzt zu meinem Wohlgefühl erst mal einen schönen Cappuccino vertragen könnte – et voila:

Cappuccino

Mit Cappuccino fühl ich mich wohl. ;-)

…mmmh, der Cappu war wirklich seeeehr lecker und ich habe ihn genossen.

Aber mein innerer “Wohlfühlmanager” sagt mir, dass das mit dem Wohlgefühl doch wohl ein ganz kleines bisschen anders funktioniert.

Du glaubst es nicht? Dann mach mal folgende Probe: Wenn z.B. eine Tasse Cappuccino eine eigentliche Ursache von Wohlgefühl ist, dann müsste sich mit zwei Tassen Cappuccino das Wohlgefühl verdoppeln! Wirklich??? Dann probiere das mal mit drei Tassen oder vier oder fünf oder…

Bei mir stellt sich spätestens nach der dritten Tasse ein sehr unangenehmes Herzrasen ein und der Geist wird irgendwie flimmerig… Alles in allem kein angenehmes Gefühl. Das ist der Beweis, dass Cappuccino nicht zwingend immer zu einen angenehmen Gefühl führt. Er ist – im besten Fall – nur eine beitragende Ursache. WAS aber ist die eigentliche Ursache für Wohlgefühl?

Tja, denk nach und finde es raus…. ;-)

Reiseplaner for Kadampa-Festivals 2012

[english translation inline...]
Der neue Reiseplaner für die Kadampa-Festivals ist endlich online. Der Planer soll helfen, beim Organisieren von Sammeltaxis von/zum Flughafen. Ich habe ihn diesmal zweisprachig (deutsch/englisch) angelegt. Alle sind herzlich eingeladen, weitere Sprachen hinzuzufügen! :-)

The new Traveling-Planner for the Kadampa-festivals is online. The planner should help to organize shared taxis from/to the airport. He is now in two languages (german/english). Feel free to translate in other languages! :-)

Reiseplaner - Screenshot

Hier geht es zum Reiseplaner / Link to the Traveling-Planner:

http://goo.gl/hfIdZ

QR-Code vom Reiseplaner / QR-Code from Traveling-Planner:

Reiseplaner QR-Code

Meditation über den Tod

Gestern war es leider mal wieder viel zu spät zum meditieren, aber der folgende Absatz hat mich aus meiner Müdigkeit gerissen, wie eine eiskalte Dusche:

“… Wenn unser Bewußtsein den Körper verlässt, gehen alle Potentiale mit ihm, die wir in unserm Geist durch tugendhafte oder nichttugendhafte Handlungen angesammelt haben. ETWAS ANDERES KÖNNEN WIR AUS DIESER WLET NICHT MITNEHMEN. ….”
(Geshe Keslang Gyatso, Freudvoller Weg, S. 234)

Wie gut, wenn einem mal “jemand” von Zeit zu Zeit den eiskalten Waschlappen ins Gesicht haut. ;-)

Wozu meditieren?

Der Zweck von Meditation besteht darin, unseren Geist friedvoll und ruhig werden zu lassen. Wenn unser Geist friedvoll ist, dann ist er frei von Sorgen und geistigen Unbehagen und erlebt wahres Glück. Wenn wir aber keinen friedvollen Geist haben, dann können wir kein Glück erfahren. Ganz egal wie gut unsere äußeren Umstände auch sein mögen.

Z.B. Sind reiche Menschen nicht zwangsläufig glücklicher als arme. Reiche Menschen können sich zwar vieles kaufen. Aber nur allein der Besitz von Geld oder materiellen Dingen macht noch nicht glücklich. Glück kann man nicht kaufen. Glück ist ein geistiger Zustand. Den gibt es nicht im Supermarkt. Man kann wahres Glück nur mit Meditation erschaffen.

Normalerweise sind wir nicht in der Lage, unseren Geist unter Kontrolle zu halten. Wenn die Umstände so sind, wie wir es möchten, dann sind wir glücklich und klammern uns daran fest. Aber wenn die Umstände nicht so sind, wie wir es möchten, werden wir unglücklich und leiden. Geshe Kelsang Gyatso schreibt dazu: “Diese Stimmungsschwankungen entstehen, weil wir zu stark in äußeren Situationen verstrickt sind.” (Das neue Meditationshandbuch, S. 11)

Durch Schulung in Meditation können wir lernen, unseren Geist zu kontrollieren, so dass er – unabhängig von äußeren Situationen – wahres Glück erfährt.

Wer mehr wissen möchte und sich auch ganz praktisch in Meditation schulen möchte – ganz gleich ob Anfänger oder “Könner” – ist wie immer recht herzlich zum Vortragsabend im Prenzlauer Berg eingeladen. :-)

Termin:
Mittwoch 8. Februar 2012
20:00 − 21:30 Uhr

Veranstaltungsort:
YUJ Yoga
Chodowieckistr. 28
10405 Berlin
(U2 Eberswalder Str., S Greifswalder Str.)

Mehr Infos zu den Vortragsabenden im Prenzlauer Berg

Den Winterblues wegmeditieren – Einführung in die buddhistische Meditation

Am kommenden Mittwoch um 20:00 Uhr beginnt die neue Vortragsreihe im Prenzlauer BergEinführung in die buddhistische Meditation. Ziel ist es, praktische Anleitungen zur Meditation und Inspirationen für Jedermann/frau zu geben. Es wird also nicht einfach nur theoretische Unterweisung in Meditation geben, sondern vor allem praktische Übung darin. Jeder kann meditieren lernen und man muss kein Buddhist sein, um die Vorteile der Meditation zu erfahren.

Ich freue mich sehr und hoffe, dass viele neugierige Leute kommen.

Alle Termine der nächsten Vorträge im Prenzlauer Berg habe ich in der rechten Spalte in die Terminvorschau eingegeben. Wer möchte, kann sich die Termine auch als Google-Kalender abonnieren:

 

PS: Eine Einführung in die buddhistische Meditation ist natürlich nicht nur was für Anfänger. In einer Gruppe meditiert es sich viel leichter als allein. ;-)

Termine für das Lehrerausbildungsprogramm im 1. Halbjahr 2012

Nach der großen Retreat-Pause im Januar startet der nächste Unterrichtsblock des Lehrerausbildungsprogramms vom Kadampa Meditationszentrum Deutschland am 2. Februar.

Als kleinen “Service” gebe ich für alle LAP-Studis meinen privaten LAP-Kalender frei – mit allen Unterrichtszeiten und Retreats für das erste Halbjahr 2012.

Wer die Termine für seinen Terminplaner (z.B. Thunderbird/Lightning oder Outlook) übernehmen möchte, schicke mir einfach eine E-Mail an: mail@meditationspause.de
Ihr erhaltet dann von mir eine Einladung für den LAP-Kalender.

Aber Achtung: Garantie für die Richtigkeit übernehme ich keine…. ;-)

Winterretreat 2012: Lamrim – Die Stufen des Pfades zur Erleuchtung

Vom 2. – 9. Januar fand bei uns im Kadampa Meditationszentrum das jährliche Lamrim-Winterretreat statt. Es hatten sich fast 30 Menschen aus ganz Deutschland angemeldet. Zwei TeilnehmerInnen kamen aus Österreich und eine Frau ist sogar extra aus Serbien angereist. Was für eine Hingabe!

Ich hatte die große Ehre, das Retreat zu leiten. Es war für mich die intensivste Dharma-Zeit meines Lebens. :-)

Was ist ein Retreat?

In einem Retreat unterlässt man geschäftliche Tätigkeiten und unwesentliche Aktivitäten. Statt dessen konzentriert man sich auf eine bestimmte Meditationspraxis, um seinen Geist sehr intensiv mit tugendhaften Geistesarten vertraut zu machen.

Was ist Lamrim?

Lamrim ist eine besondere Meditationspraxis, in der man seinen Geist mit allen Stufen des Pfades zur Erleuchtung vertraut macht. Normalerweise haben wir einen gewöhnlichen Geist, der ständig – aufgrund seiner Selbstwertschätzung – Leiden erfährt und die Ursache für künftiges Leiden produziert. Dadurch sind wir in einem ewigen Leidenskreislauf – Samsara – gefangen. Nur erleuchtete Wesen haben einen Geist, der frei ist von Selbstwertschätzung und der in der Lage ist, andere endgültig von Leiden zu befreien. Aus diesem Grund ist es das sinnvollste, was man tun kann, wenn man sich darin schult, seinen gewöhnlichen selbstwertschätzenden Geist in einen erleuchteten Geist umzuwandeln. Egal auf welcher Stufe wir momentan stehen, wir alle haben das Potential, diesen Erleuchtungsgeist zu erlangen! Das ist unsere Buddha-Natur.

Der Retreat-Ablauf

Das Retreat begann am ersten Abend mit einem Einführungsvortrag. An den folgenden sieben Tagen haben wir täglich vier Meditationssitzungen mit jeweils 1,5 Stunden Dauer absolviert. Jede Sitzung begann mit den Befreienden Gebeten und einer einleitenden Atemmeditation. Im Anschluss gab es einen Vortrag zur Meditation. Darin wurde erklärt: 1) was der Zweck der jeweiligen Meditation ist, 2) welches Grundlagenwissen nötig ist und 3) wie man die Meditation ausführt. Anschließend haben wir vorbereitende Gebete rezitiert und dann für ca. 20 – 25 Minuten in Meditation geschult.

Ein Retreat ist eine sehr anstrengende Sache. Wer denkt, dass man da nur rumsitzt und nichts tut, der irrt gewaltig! Es ist – für uns Unerfahrene – anstrengender, als wenn man den ganzen Tag eine schwere körperliche Arbeit verrichtet.

Das Lamrim-Retreat haben wir anhand des Buches Moderner Buddhismus durchgeführt. Normalerweise ist Das Neue Meditationshandbuch die Grundlage für die Lamrim-Praxis in unserer Tradition. Ich werde in einem späteren Artikel ausführlicher darauf eingehen.

Ein sinnvolles neues Jahr!

Das neue Jahr ist zwar inzwischen schon über zwei Wochen alt, aber ich hatte bisher noch keine Zeit finden können, um hier ein sinnvolles neues Jahr zu wünschen:

Feuerwerk Raketen (Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Feuerwerk_Raketen.jpg)

Mögen alle Wesen inneren Frieden erfahren und die wahre Bedeutung des menschlichen Lebens erfüllen. (Geshe Kelsang Gyatso)