Heute haben einige Chemnitzer-Sangha-Freunde in Chemnitz und ich bei mir zu hause in Berlin synchron eine Tsog-Party gefeierert… Man ist man nie allein ;-)

Tsog-Party bei mir zu hause
Heute haben einige Chemnitzer-Sangha-Freunde in Chemnitz und ich bei mir zu hause in Berlin synchron eine Tsog-Party gefeierert… Man ist man nie allein ;-)

Tsog-Party bei mir zu hause
Gestern war es leider mal wieder viel zu spät zum meditieren, aber der folgende Absatz hat mich aus meiner Müdigkeit gerissen, wie eine eiskalte Dusche:
“… Wenn unser Bewußtsein den Körper verlässt, gehen alle Potentiale mit ihm, die wir in unserm Geist durch tugendhafte oder nichttugendhafte Handlungen angesammelt haben. ETWAS ANDERES KÖNNEN WIR AUS DIESER WLET NICHT MITNEHMEN. ….”
(Geshe Keslang Gyatso, Freudvoller Weg, S. 234)
Wie gut, wenn einem mal “jemand” von Zeit zu Zeit den eiskalten Waschlappen ins Gesicht haut. ;-)
Der Zweck von Meditation besteht darin, unseren Geist friedvoll und ruhig werden zu lassen. Wenn unser Geist friedvoll ist, dann ist er frei von Sorgen und geistigen Unbehagen und erlebt wahres Glück. Wenn wir aber keinen friedvollen Geist haben, dann können wir kein Glück erfahren. Ganz egal wie gut unsere äußeren Umstände auch sein mögen.
Z.B. Sind reiche Menschen nicht zwangsläufig glücklicher als arme. Reiche Menschen können sich zwar vieles kaufen. Aber nur allein der Besitz von Geld oder materiellen Dingen macht noch nicht glücklich. Glück kann man nicht kaufen. Glück ist ein geistiger Zustand. Den gibt es nicht im Supermarkt. Man kann wahres Glück nur mit Meditation erschaffen.
Normalerweise sind wir nicht in der Lage, unseren Geist unter Kontrolle zu halten. Wenn die Umstände so sind, wie wir es möchten, dann sind wir glücklich und klammern uns daran fest. Aber wenn die Umstände nicht so sind, wie wir es möchten, werden wir unglücklich und leiden. Geshe Kelsang Gyatso schreibt dazu: “Diese Stimmungsschwankungen entstehen, weil wir zu stark in äußeren Situationen verstrickt sind.” (Das neue Meditationshandbuch, S. 11)
Durch Schulung in Meditation können wir lernen, unseren Geist zu kontrollieren, so dass er – unabhängig von äußeren Situationen – wahres Glück erfährt.
Wer mehr wissen möchte und sich auch ganz praktisch in Meditation schulen möchte – ganz gleich ob Anfänger oder “Könner” – ist wie immer recht herzlich zum Vortragsabend im Prenzlauer Berg eingeladen. :-)
Termin:
Mittwoch 8. Februar 2012
20:00 − 21:30 Uhr
Veranstaltungsort:
YUJ Yoga
Chodowieckistr. 28
10405 Berlin
(U2 Eberswalder Str., S Greifswalder Str.)
Am kommenden Mittwoch um 20:00 Uhr beginnt die neue Vortragsreihe im Prenzlauer Berg: Einführung in die buddhistische Meditation. Ziel ist es, praktische Anleitungen zur Meditation und Inspirationen für Jedermann/frau zu geben. Es wird also nicht einfach nur theoretische Unterweisung in Meditation geben, sondern vor allem praktische Übung darin. Jeder kann meditieren lernen und man muss kein Buddhist sein, um die Vorteile der Meditation zu erfahren.
Ich freue mich sehr und hoffe, dass viele neugierige Leute kommen.
Alle Termine der nächsten Vorträge im Prenzlauer Berg habe ich in der rechten Spalte in die Terminvorschau eingegeben. Wer möchte, kann sich die Termine auch als Google-Kalender abonnieren:
PS: Eine Einführung in die buddhistische Meditation ist natürlich nicht nur was für Anfänger. In einer Gruppe meditiert es sich viel leichter als allein. ;-)
Nach der großen Retreat-Pause im Januar startet der nächste Unterrichtsblock des Lehrerausbildungsprogramms vom Kadampa Meditationszentrum Deutschland am 2. Februar.
Als kleinen “Service” gebe ich für alle LAP-Studis meinen privaten LAP-Kalender frei – mit allen Unterrichtszeiten und Retreats für das erste Halbjahr 2012.
Wer die Termine für seinen Terminplaner (z.B. Thunderbird/Lightning oder Outlook) übernehmen möchte, schicke mir einfach eine E-Mail an: mail@meditationspause.de
Ihr erhaltet dann von mir eine Einladung für den LAP-Kalender.
Aber Achtung: Garantie für die Richtigkeit übernehme ich keine…. ;-)
Vom 2. – 9. Januar fand bei uns im Kadampa Meditationszentrum das jährliche Lamrim-Winterretreat statt. Es hatten sich fast 30 Menschen aus ganz Deutschland angemeldet. Zwei TeilnehmerInnen kamen aus Österreich und eine Frau ist sogar extra aus Serbien angereist. Was für eine Hingabe!
Ich hatte die große Ehre, das Retreat zu leiten. Es war für mich die intensivste Dharma-Zeit meines Lebens. :-)
In einem Retreat unterlässt man geschäftliche Tätigkeiten und unwesentliche Aktivitäten. Statt dessen konzentriert man sich auf eine bestimmte Meditationspraxis, um seinen Geist sehr intensiv mit tugendhaften Geistesarten vertraut zu machen.
Lamrim ist eine besondere Meditationspraxis, in der man seinen Geist mit allen Stufen des Pfades zur Erleuchtung vertraut macht. Normalerweise haben wir einen gewöhnlichen Geist, der ständig – aufgrund seiner Selbstwertschätzung – Leiden erfährt und die Ursache für künftiges Leiden produziert. Dadurch sind wir in einem ewigen Leidenskreislauf – Samsara – gefangen. Nur erleuchtete Wesen haben einen Geist, der frei ist von Selbstwertschätzung und der in der Lage ist, andere endgültig von Leiden zu befreien. Aus diesem Grund ist es das sinnvollste, was man tun kann, wenn man sich darin schult, seinen gewöhnlichen selbstwertschätzenden Geist in einen erleuchteten Geist umzuwandeln. Egal auf welcher Stufe wir momentan stehen, wir alle haben das Potential, diesen Erleuchtungsgeist zu erlangen! Das ist unsere Buddha-Natur.
Das Retreat begann am ersten Abend mit einem Einführungsvortrag. An den folgenden sieben Tagen haben wir täglich vier Meditationssitzungen mit jeweils 1,5 Stunden Dauer absolviert. Jede Sitzung begann mit den Befreienden Gebeten und einer einleitenden Atemmeditation. Im Anschluss gab es einen Vortrag zur Meditation. Darin wurde erklärt: 1) was der Zweck der jeweiligen Meditation ist, 2) welches Grundlagenwissen nötig ist und 3) wie man die Meditation ausführt. Anschließend haben wir vorbereitende Gebete rezitiert und dann für ca. 20 – 25 Minuten in Meditation geschult.
Ein Retreat ist eine sehr anstrengende Sache. Wer denkt, dass man da nur rumsitzt und nichts tut, der irrt gewaltig! Es ist – für uns Unerfahrene – anstrengender, als wenn man den ganzen Tag eine schwere körperliche Arbeit verrichtet.
Das Lamrim-Retreat haben wir anhand des Buches Moderner Buddhismus durchgeführt. Normalerweise ist Das Neue Meditationshandbuch die Grundlage für die Lamrim-Praxis in unserer Tradition. Ich werde in einem späteren Artikel ausführlicher darauf eingehen.
gestern hörte ich im Radio “The Wrong Way To Celebrate Christmas” von Rev. Edward W. Clayborn.
Für mich ist Weihnachten – als christliches Fest – kein Ereignis. Warum auch? Ich bin ja Buddhist ;-)
Nichts-desto freue ich mich jedes Jahr darauf. Denn an diesen Tagen trifft sich die ganze Familie und verbringt eine gemeinsame Zeit. Das heißt, hauptsächlich dreht es sich ums Essen und zwischendurch gehen wir etwas spazieren. Die meiste Zeit sitzen wir aber in der Wohnung beisammen, reden, spielen und bereiten das Essen vor – ganz unspektakulär und doch so grandios.
Meine Eltern sehe ich nicht oft. Wir wohnen zwar nicht so weit weg, aber es gibt immer viel zu tun und die Zeit rast schneller als man das möchte. Darum geniesse ich die Zeit, die ich noch mit meinen Eltern verbringen kann. Und nehme mir immer vor, ihnen so gut ich kann, eine schöne Zeit zu bescheren. Irgendwann wird es sie nicht mehr geben und irgendwann wird es mich nicht mehr geben…. Darum ist JETZT die Zeit, seine Eltern zu geniessen und ihnen dafür zu danken, dass man auf der Welt ist und ein sinnvolles Leben führen kann.
Das Fest beginnt für mich immer mit dem Kauf des Weihnachtsbaumes. Den besorgen wir gleich am ersten Advent. Dann hat man die meiste Auswahl und man kann den Baum auf die Terasse stellen. So ganz ohne Baumschmuck gefällt er mir am besten. Außerdem darf der obligatorische Adventskranz nicht fehlen. Bei uns ist es aber kein echter Kranz, sondern nur ein Kerzenständer.
Ein weiteres Highlight bei den Vorbereitungen ist, dass mein Sohn freiwillig (!!!) ein Weihnachtsprogramm auf seinem Klavier einstudiert. Das tägliche Übern macht sich inzwischen bemerkbar. Er hat schon ein breites Repertoire an Weihnachtsliedern parat. Das freut die Omas und Opas um so mehr ;-)
Um den dritten Advent wird der Baum rein geholt und geschmückt. Das erledige ich mit Oskar. Wir sind ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt.

Weihnachtsbaum mit Schmuck(Kommt leider im Foto nicht so schön rüber. Fotografieren muss ich noch üben.)
Das beste Zeichen, dass ich in Weihnachtsvorfreude bin ist, wenn ich mich beim Fahrradfahren dabei ertappe, wie ich Weihnchtslieder pfeife. Dabei wird mein Grinsen dann noch breiter, weil ich weiß, es kann wieder losgehen…. Also ich bin mir sicher, ich feiere Weihnachten auf die richtige Weise. :-)
Rev. Edward W. Clayborn: “The Wrong Way To Celebrate Christmas”
Die wöchentliche Vortragsreihe in Prenzlauer Berg wird ab 9. November (Mittwoch) an einem neuen Ort stattfinden. Wir sind ab dann in den Räumen von YUJ Yoga zu Gast.
YUJ Yoga
Chodowieckistr. 28
10405 Berlin
Die Zeit bleibt die alte: 19:30 – 21:00 Uhr.
Ihr solltet Leiden erkennen.
Ihr solltet Ursprünge aufgeben.
Ihr solltet Beendigung erlangen.
Ihr solltet den Pfad praktizieren.
(Buddha: Die Vier Edlen Wahrheiten)
Ich stecke gerade in einer “komplexen” Lebenssituation in der für mich sehr viel Stress zusammenkommt. Und nun wurde auch noch bei uns im Lehrerausbildungsprogramm – quasi als “Sahnehäubchen” obendrauf – eine schriftliche Prüfung für den 20. Oktober angesetzt.
Wir schreiben die Prüfung über unserem letzten Unterrichtsblock zu Geshe-las Buch Freudvoller Weg des Glücks. Da sind viele Seiten Text zu studieren – zuzüglich der Zusammenfassung der Bedeutung des Textes, die auswendig zu lernen ist. Und außerdem muss man bis zur Prüfung alle Unterrichtseinheiten nachgeholt haben, an denen man gefehlt hat.
Ich war schon der Verzweiflung nah und hatte gedacht, dass schaffe ich nie. Aber ein unglücklicher Geist ist das schlimmste, was einem in so einer Situation passieren kann. Ich will aber einen freidvollen Geist bewahren und mich trotz der Arbeit wohl fühlen! Aber wie?
Für mich gibt es da nur eine Lösung: Buddhas Unterweisungen im Alltag benutzen!
Eigentlich sind die Vier Edlen Wahrheiten Unterweisungen, die Buddha gelehrt hat, um uns auf den Mittleren Pfad (=dem Pfad der individuellen Befreiung) zu Schulen. Diese Unterweisungen bewirken, dass man endgültig frei ist von allen Leiden. Was für die Schulung im Mittleren Pfad gut ist, taugt für mein “Prüfungsstress-Leiden” allemal ;-)
Meine Ausgangslage ist also folgende:
Das ist ein ganz schöner Haufen Arbeit. Eigentlich viel zu viel für mich. Das ist mein wahres Leiden.
Aber Moment: Mein Leiden ist nicht der riesige Berg Arbeit, den es zu bewältigen gibt. Sondern mein Leiden ist mein unglücklicher Geist, mit dem ich auf diese viele Arbeit reagiere. DAS ist mein eigentliches Problem!
Verblendungen sind die Ursprünge aller Leiden. Es ist ihre Funktion, den Geist unglücklich zu machen. Wenn ich also unter der Prüfung leide, dann nur deshalb, weil eine Verblendung dieses Problem verursacht.
In meinem Fall ist es eine starke Anhaftung, diese Prüfung gut zu bewältigen bzw. in der Prüfung nicht zu versagen. Wenn ich diese Anhaftung nicht hätte, wäre zwar die Arbeit nicht geringer, aber der Geist mit dem ich die Arbeit bewältige, wäre ein freudvoller. Und nur ein freudvoller Geist ist ein produktivier Geist!
(Btw: Warum heißt unser Studien-Buch eigentlich: Freudvoller Weg des Glücks? ;-))
Buddha meinte damit die dauerhafte Beendigung von Leiden. Es wäre doch toll, wenn man nie wieder an Leistungsstress leiden würde und trotz aller Probleme und Schwierigkeiten im Job oder im Studium immer einen friedvollen und ausgeglichenen Geist bewahren könnte!
Ein Geist, der dauerhaft die Anhaftung an Erfolg, Bestätigung, Guten Ruf usw. aufgegeben hat, der wird niemals wieder Prüfungsstress erleiden müssen.
Den Pfad praktizieren bedeutet, den Geist zu verändern: weg von den Verblendungen, welche die Ursache für Leiden sind – hin zu den Tugenden, welche die Ursache für Glück sind.
Dafür hat Buddha drei Schulungen erklärt:
Das Höhere bezieht sich dabei auf eine bestimmte Motivation, mit der man diese Schulung absolviert: Entsagung. Entsagung ist der Wunsch, beständige Freiheit vom Leiden dieses und zukünftiger Leben zu haben.
Ich möchte Freiheit vom Prüfungsstress haben und habe mir darum folgenden “‘Schulungen” festgelegt:
Ich weiß nicht, ob ich damit die Prüfung erfolgreich bestehe. Aber ich weiß, dass ich mit auf diese Weise immer einen friedvollen Geist bewahren kann. Und das ist der Punkt, auf den es wirklich ankommt ;-)