Äußere Hygiene vs. innere Hygiene

Nächste Woche beginnt am Kadampa Meditationszentrum Deutschland eine neue Vortragsreihe: Einführung in die buddhistische Meditation.

Tägliche Meditation sollte für einen Buddhisten so selbstverständlich sein, wie das tägliche Zähne putzen. Für die meisten Menschen ist Körperhygiene wichtig. Sie verbringen jeden Tag sehr viel Zeit im Bad, um sich zu waschen, zu pflegen und die kleinen „Schönheitsfehler“ auszubessern. Körperhygiene ist nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern auch für das Selbstwertgefühl und natürlich für die Wirkung auf andere Menschen. Wenn man ins Büro geht, in den Supermarkt oder ins Theater, dann will man ja schließlich nicht unangenehm riechen oder einen ungepflegten Eindruck machen.

Aber wie viel Zeit verwenden wir dagegen für unserer innere Einkehr und Besinnung und für das Fassen guter Vorsätze für unser künftiges Verhalten?

Normalerweise achten wir überhaupt nicht auf unseren Geist. Wenn in unserem Geist eine Verblendung entsteht, dann leben wir sie einfach aus. Wir merken meistens nicht mal, dass nicht-tugendhafte Geisteszustände in unserem Geist sind. Z.B. Verblendeter Stolz, Neid, oder begehrende Anhaftung sind Verblendungen, die man nur sehr schwer erkennt. Aber sie führen uns zu Handlungen, die sehr schlimme Auswirkungen haben. Und Sie greifen unser Gesundheit und Selbstwertgefühl auf eine viel stärkere Weise an. Ganz zu Schweigen von der negativen Wirkung auf andere Menschen.

Um nicht-tugendhafte Geisteszustände – Verblendungen – in unserem Geist zu stoppen, bedarf es einer Art „innere Hygiene“. Leider wird diese Art von Hygiene nicht gelehrt. Sie kommt einfach nicht vor in unserer Kultur. Ausnahmen sind überholte Feiertage z.b. gerade jetzt zu Karfreitag oder wenn mal wieder irgendwo auf der Welt etwas schlimmes passiert. Dann erinnern sich manche daran, dass sie sich an was erinnern sollten…. Aber wirklich „reinigen“ tut das nicht. Das wäre ungefähr so wirkungsvoll, als wenn wir uns nur zur Weihnachten und Ostern waschen würden….. Igitt :-)

Was also tun? Ganz einfach: Meditieren lernen! Denn Meditation ist quasi wie „Seife und Zahnbürste“ für den Geist. Durch Meditation lernt man, wie man seinen Geist mit tugendhaften Geisteszuständen – z.B. Geduld , Mitgefühl, Vertrauen – vertraut macht. Wenn man es schafft, den Geist in der Meditation mit Tugend vertraut zu machen, dann wird der Geist – nach und nach – auch außerhalb der Meditation immer mehr solche tugendhaften Zustände annehmen. Das beschützt uns direkt vor „unhygienischen“ Zuständen im Geist. z.B. Ein Geist der mit Geduld vertraut ist, wird auf Hindernisse im Alltag eher mit Geduld reagieren, statt mit Wut…

Wer Lust hat, Meditieren zu lernen, sei eingeladen! Hier die nächsten Termine im Prenzlauer Berg:
26. April, 4. 11. 18. und 25. Mai, immer mittwochs von 19:30 – 21:00 Uhr
Mehr Infos zu den buddhistischen Vorträgen im Prenzlauer Berg

…BTW: Es gibt auch Vorträge in anderen Statteilen Berlins und auch in anderen Städten.