Es weihnachtet sehr

gestern hörte ich im Radio „The Wrong Way To Celebrate Christmas“ von Rev. Edward W. Clayborn.

Wie feiert man Weihnachten „richtig“ – als Buddhist?

Für mich ist Weihnachten – als christliches Fest – kein Ereignis. Warum auch? Ich bin ja Buddhist ;-)

Nichts-desto freue ich mich jedes Jahr darauf. Denn an diesen Tagen trifft sich die ganze Familie und verbringt eine gemeinsame Zeit. Das heißt, hauptsächlich dreht es sich ums Essen und zwischendurch gehen wir etwas spazieren. Die meiste Zeit sitzen wir aber in der Wohnung beisammen, reden, spielen und bereiten das Essen vor – ganz unspektakulär und doch so grandios.

Meine Eltern sehe ich nicht oft. Wir wohnen zwar nicht so weit weg, aber es gibt immer viel zu tun und die Zeit rast schneller als man das möchte. Darum geniesse ich die Zeit, die ich noch mit meinen Eltern verbringen kann. Und nehme mir immer vor, ihnen so gut ich kann, eine schöne Zeit zu bescheren. Irgendwann wird es sie nicht mehr geben und irgendwann wird es mich nicht mehr geben…. Darum ist JETZT die Zeit, seine Eltern zu geniessen und ihnen dafür zu danken, dass man auf der Welt ist und ein sinnvolles Leben führen kann.

Vorfreude – schönste Freude

Das Fest beginnt für mich immer mit dem Kauf des Weihnachtsbaumes. Den besorgen wir gleich am ersten Advent. Dann hat man die meiste Auswahl und man kann den Baum auf die Terasse stellen. So ganz ohne Baumschmuck gefällt er mir am besten. Außerdem darf der obligatorische Adventskranz nicht fehlen. Bei uns ist es aber kein echter Kranz, sondern nur ein Kerzenständer.

Pyramide, Adventskranz und Schneemann - alles da :-)

Ein weiteres Highlight bei den Vorbereitungen ist, dass mein Sohn freiwillig (!!!) ein Weihnachtsprogramm auf seinem Klavier einstudiert. Das tägliche Übern macht sich inzwischen bemerkbar. Er hat schon ein breites Repertoire an Weihnachtsliedern parat. Das freut die Omas und Opas um so mehr ;-)

Um den dritten Advent wird der Baum rein geholt und geschmückt. Das erledige ich mit Oskar. Wir sind ein eingespieltes Team und jeder Handgriff sitzt.

Weihnachtsbaum mit Schmuck(Kommt leider im Foto nicht so schön rüber. Fotografieren muss ich noch üben.)

Das beste Zeichen, dass ich in Weihnachtsvorfreude bin ist, wenn ich mich beim Fahrradfahren dabei ertappe, wie ich Weihnchtslieder pfeife. Dabei wird mein Grinsen dann noch breiter, weil ich weiß, es kann wieder losgehen…. Also ich bin mir sicher, ich feiere Weihnachten auf die richtige Weise. :-)


Rev. Edward W. Clayborn: „The Wrong Way To Celebrate Christmas“